Am Mittwoch, dem 7. Juni geht es nach einer Woche Medulin mit der Fähre nach Cres. Die Fähre fährt regelmäßig zwischen Brestova in Istrien und Porozina auf Cres. Für die Überfahrt bezahle ich 41,39 Euro.




Cres ist gleich groß wie Krk und somit ex aequo die größte Insel der Adria. Obwohl die Insel, speziell im nördlichen Teil, sehr schmal ist, ist der höchste Berg 648m hoch, irgendwie ist es überall auf der Insel steil, ebene Flächen sind selten. Doch genau das macht den Reiz dieser Insel aus, man fährt die Hauptstrasse der Insel entlang, fast immer oben am Grat und genießt während der Fahrt die Aussicht runter auf´s Meer, auf die salbeibewachsenen, von jahrhundertealten Trockenmauern gesäumten Berghänge.
Nach knapp 30 Kilometern erreiche ich Cres, die Inselhauptstadt, hier leben etwa 2300 der etwa 3100 Einwohner der Insel. Mein Ziel hier ist der, nahe der Stadt gelegene, Campingplatz Kovačine. Auch dieser Platz ist wie alles hier steil und nachdem ich, wie immer, nicht reserviert habe, ich weiß ja oft selbst abends nicht, wo ich am nächsten Tag hinfahre, gestaltet sich die Stellplatzsuche anfangs schwierig. Morgen ist Fronleichnam, also ein langes Wochenende, Bayern und Baden-Württemberg haben immer noch Pfingstferien, es ist ziemlich überlaufen. Jeder Stellplatz hier hat ein Reserviertschild mit einem aufgeklebtem Datum, ab wann er reserviert ist, das heißt man muß selbst den ganzen Platz ablaufen, steil, heiß, riesiger Platz, auf der Suche nach seinem Wunschplatz. Schlußendlich finde ich aber einen schönen Platz, nahe zum Wasser und, was am wichtigsten ist, nahe zur Sanitäranlage. Der Platz war für 5 Tage frei, also bis Montag. Länger wollte ich eh nicht bleiben, somit alles bestens.
Der Platz selbst hat alles was man braucht, Restaurant, Shop, einen schönen, langen Strand und auch eine große Tauchbasis.
Man ist nahe an der Hafenstadt Cres und es gibt sogar einen Touristenzug der hin- und herfährt.








5 Tage Kovacine kosten mich 117,50 Euro, für diesen Platz sehr angemessen.
Nachdem die Fähre nach Krk hier in der Nähe ablegt, war meine erste Überlegung von hier wieder aufs Festland zu wechseln und dann weiter in den kroatischen Süden vorzudringen. Die zweite, gierige Überlegung war dann, wenn ich schon über 80 Euro für die Fähre zahle, soll sich das auch auszahlen und ich bleibe noch auf der (Nachbar)insel. Also fahre ich etwa 60 km nach Süden, nach Mali Losinj.
Der Weg dorthin führt wieder mitten durch die Insel, die aber zum Süden hin abflacht. Bei Osor werden die Inseln Cres und Losinj durch einen von den Römern geschaffenen Kanal getrennt und heute durch eine Drehbrücke verbunden.







Weiter geht es dann in Mali Losinj.
Roadtrip Juni 23, Mali Lošinj







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